Christen, seid täglich vorbereitet!

„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer“ (Sacharja 9,9)

Eine Missionarin erzählte von ihrer Großmutter, dass sie jeden Abend vor dem Zubettgehen ihre Wohnung aufräumte. Als sie einmal gefragt wurde, warum sie das tue, meinte sie: „Heute Nacht könnte doch Jesus an meine Tür klopfen, und da muss doch alles in Ordnung sein.“

Diese alte Dame lebte täglich in der Gewissheit: Gottes Sohn kommt! Sie war vorbereitet. Das ist eine adventliche Gesinnung: Denn Christen gedenken im Advent nicht in nostalgischer Erinnerung der Ankunft Christi vor mehr als zweitausend Jahren. Das Warten ist viel mehr nach vorn gerichtet. Es gilt der endgültigen Wiederkunft Christi.

Im Weihnachtsland
Wir wohnen als Familie im „Weihnachtsland“ Erzgebirge, wo seit Jahrhunderten Bräuche und Traditionen in besonderer Weise gepflegt werden. So stehen beispielsweise das Stollenbacken, das Aufstellen von gedrechselten und geschnitzten Figuren, der Aufbau einer Krippe oder auch das Beleuchten der Fenster mit Schwibbogen noch immer im Zentrum der Vorbereitungen. Ganze Ortschaften zeigen sich im strahlenden Glanz. In den Gemeinden werden Weihnachtskonzerte und Christmettenspiele einstudiert. Was wäre, wenn am kommenden Samstag plötzlich Jesus an unsere Tür klopfen würde? Wären wir so vertieft in unser Engagement, dass wir es nicht einmal mitbekommen würden? Wir müssen aufpassen, dass wir in unserer Erwartungsgeschäftigkeit nicht das Ankommen dessen verpassen, der uns ein Gerechter und ein Helfer sein will. Lassen Sie uns gegenseitig immer wieder daran erinnern. Jesus Christus will uns Menschen gerecht (richtig) machen. Und er will dort Helfer sein, wo Menschen in Not (fern von Gott) sind.

Adventlich leben
In unserer Zeit, in der die ganze Welt die Verachtung christlicher Werte ungeschminkt zeigt und das Existenzrecht Israels von der Völkergemeinschaft angezweifelt wird, scheinen sich die Prophetien Sacharjas vor unseren Augen zu erfüllen. Lassen wir uns von niemandem beirren, denn Jesus lebt! Halten wir, so wie die Großmutter der Missionarin, Ordnung in Herz und Haus und seien wir täglich auf das Kommen unseres Herrn Jesus Christus vorbereitet.