Hunderttausende demonstrieren gegen Abtreibung

Quelle: idea e.V. Evangelische Nachrichtenagentur – 24.01.2009

Lebensrechtsmarsch in Washington: Kritik an Haltung Obamas

W a s h i n g t o n (idea) – Rund 200.000 Menschen haben am 22. Januar in Washington gegen Abtreibung demonstriert. Der „Marsch für das Leben“ fand zum 36. Mal statt. Anlass ist die Legalisierung der Abtreibung durch den Obersten Gerichtshof der USA im Jahr 1973. Die Lebensschützer zogen mit Transparenten, etwa mit der Aufschrift „Wir wählen das Leben“, zum Obersten Gerichtshof. Wie die Zeitung „Washington Times“ berichtet, forderten sie US-Präsident Barack Obama auf, für das Leben einzutreten. „Herr Obama, Sie sind ein großer Redner, aber Sie müssen auch ein großer Macher sein. Sie müssen Veränderungen bewirken, die das Leben schützen“, sagte die Gründerin des Marsches, Nellie Gray. Während Obamas Amtsvorgänger George W. Bush als ein entschiedener Gegner der Abtreibung gilt, sehen Lebensschützer die Haltung des neuen Präsidenten in diesem Punkt kritisch. Obama hatte sich am selben Tag für die Wahlfreiheit bei der Abtreibung ausgesprochen. Allerdings gelte es, „ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden und so Abtreibungen weniger notwendig zu machen“.