Internet: Anti-Abtreibungsseite nicht mehr jugendgefährdend

Quelle: idea e.V. Evangelische Nachrichtenagentur – 10.02.2009

www.babycaust.de verzichtet auf Bilder abgetriebener Kinder

W e i n h e i m (idea) – Als nicht mehr jugendgefährdend wird die Internetseite www.babycaust.de eingestuft. Das teilt der Lebensschutzverein „Initiative Nie wieder“ mit, der die Seite betreibt. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (Bonn) hatte die Seite auf den Index setzen lassen. Begründung: Die Darstellungen abgetriebener Kinder ohne Kopf oder mit abgetrennten Gliedmaßen seien „geeignet, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden“. Außerdem werde mit dem Begriff Babycaust ein Vergleich zwischen straffreien Abtreibungen und dem systematischen Massenmord an Juden durch die Nationalsozialisten aufgestellt. Die Bundesprüfstelle verlangte, dass der Vereinsvorsitzende Klaus-Günter Annen (Weinheim bei Heidelberg), entweder die Bilder abgetriebener Föten lösche und alle Hinweise zu Bildern von Abtreibungen entferne oder einen Alterscheck – wie bei Porno-Seiten – einbaue. Annen entfernte die Bilder.

Österreichische Homepage zeigt beanstandete Fotos
Gegenüber idea bezeichnete er es als unverständlich, dass man im deutschen Internet zwar Bilder und Videofilme über Sex, Porno, Gewalt und sogar in der Ausstellung „Körperwelten“ plastinierte Leichen anschauen könne, aber keine umfassenden Bildinformationen über getötete Babys erhalten dürfe. Annen will beim für die Bundesprüfstelle zuständigen Oberverwaltungsgericht Münster für eine unzensierte Freigabe seiner Bilder von Abtreibungsopfern kämpfen. Ganz aus dem Internet verschwunden sind Annens ursprüngliche Seiten nicht. Die Christlich Soziale Arbeitsgemeinschaft Österreichs dokumentiert sie unter www.babycaust.at.