CDL fordert EKD zu eindeutiger Ablehnung der Abtreibung und Beendigung der „Beratungschein“-Vergabe auf

Pressemitteilung
Münster, den 10.7.13

Zum neuen Papier zur Familie des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland vermißt die stellvertretende Vorsitzende der Christdemokraten für das Leben(CDL) eine eindeutige Positionierung der EKD gegen Abtreibungen:
„Die EKD möchte mit ihrem jüngst veröffentlichten Papier zur Familie „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ eine Orientierungshilfe geben. In diesem Papier lehnt sie ausdrücklich Gewalt als Mittel der Konfliktlösung mit ganz klaren Worten ab. So heißt es darin: “ (103) Durch ihre zerstörerische Kraft widerspricht Gewalt in jeglicher Form aller Lebensdienlichkeit. Gerade dort, wo es die innigsten und liebevollsten Beziehungen geben kann, liegt die Schwelle zur Gewalt besonders niedrig. Hier zeigt sich die zerstörerische Seite einer misslungenen Balance von Angewiesenheit und Autonomie.“

Diesen Worten müssen glaubwürdige Taten folgen! Wer Gewalt als Mittel familiärer Konfliktlösung ablehnt, müsste auch die Tötung ungeborener Kinder als Mittel der Konfliktlösung ganz klar ablehnen. Eine innigste und liebevolle Beziehung besteht gerade bei Müttern und Vätern zu ihren Kindern. Grundgelegt ist diese Beziehung schon in der intensiven Verbundenheit von Mutter und Kind in der Schwangerschaft.
Konsequent wäre es insofern, wenn die EKD in ihrem Familienpapier Abtreibung als Form äußerster Gewalt gegen das Leben Unschuldiger endlich deutlich benennen und eine klare Absage erteilen würde. Dazu gehört in der Praxis, daß jedwede Mitwirkung an den Voraussetzungen für eine Abtreibung sofort abgestellt wird. Seit Jahren fordern verschiedene Kreise, auch innerhalb der evangelischen Kirche, die Einstellung der Vergabe von den sogenannten Beratungsscheinen. Wahre Hilfe für Mütter und ihre ungeborenen Kinder kann nicht in der Ermöglichung einer Abtreibung liegen.
Gewalt gegen ungeborene Kinder ist auch Gewalt gegen ihre Mütter und zerstört jede liebevolle, ja jede mitmenschliche Beziehung.“

Die Christdemokraten für das Leben (CDL) sind eine Initiative in der CDU/CSU mit 5.000 Mitgliedern, darunter zahlreiche Bundestags-, Landtags- und Europaabgeordnete sowie Kommunalpolitiker.

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