Spanien geht voran und verschärft Abtreibungsrecht

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(CDL SACHSEN) Trotz wütender Proteste von Abtreibungsbefürwortern hat das spanische Parlament am Dienstag mit überwältigender Mehrheit einen Antrag der Sozialisten abgelehnt, die eine straffreie Tötung ungeborenen Lebens erzwingen wollten.

Nach zweijähriger Debatte hatte Spaniens Justizminister Alberto Ruiz Gallardón im Dezember 2013 seinen Plan zur Verschärfung des Abtreibungsrechts vorgestellt. Dieser fand nunmehr die mehrheitliche Zustimmung im Parlament. Damit wurde die von den Sozialisten im Jahr 2010 eingeführte Fristenlösung wieder abgeschafft.

Abtreibung wird als Verbrechen im Strafgesetzbuch verankert

Bislang konnten Frauen in Spanien in den ersten 14 Wochen freizügig über die Tötung ihres ungeborenen Kindes entscheiden. Ab sofort ist in Spanien der Schwangerschaftsabbruch kein Recht mehr sondern ein Verbrechen, das im Strafgesetzbuch wieder Verankerung findet. Eine Abtreibung ist nur noch bei Vergewaltigung und bei besonders schweren Missbildungen des Embryos vorgesehen, die das Leben oder die Gesundheit der Mutter gefährden.

Gegner des Menschenrechts auf Leben schreien ihre Parolen

Das novellierte Gesetz verbietet auch das Recht auf Abtreibung für Minderjährige ab dem 16. Lebensjahr, das zuvor die Abtreibungslobby der Sozialisten 2010 durchgepeitscht hatte. Nun moblisieren Letztgenannte ihre Schwadronen im Kampf gegene das ungeborene Leben und rufen sie auf die Straßen Spaniens. Zwei ihrer Thesen: „Wir brauchen keine klerikalen, machistischen und mittelalterlichen Gesetze“ und „Wir marschieren so lange, bis der Gesetzentwurf zurückgenommen wird.“

Das neue Gesetz zum besseren Schutz des im Mutterleib heranwachsenden Kindes ist nicht zuletzt auf das Engagement von Spaniens Lebensrechtsorganisationen zurückzuführen, die immer wieder die Verletzung des Menschenrechts bei ungeborenem Leben anmahnten.