Postkartenaktion: Beihilfe zum Suizid generell verbieten

Quelle: idea.de

Postkarte_CDL

Berlin (idea) – Mit einer Postkartenaktion an die 631 Bundestagsabgeordneten wirbt die Initiative „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) dafür, die Beihilfe zur Selbsttötung unter Strafe zu stellen.

Sie unterstützt damit einen Gesetzentwurf der Parlamentarier Patrick Sensburg, Thomas Dörflinger und Hubert Hüppe (alle CDU). Darin heißt es: „Wer einen anderen dazu anstiftet, sich selbst zu töten, oder ihm dazu Hilfe leistet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.“ Ausnahmeregelungen für Angehörige und Mediziner soll es nicht geben.

Der Deutsche Bundestag wird am 2. und 3. Juli über die Gesetzentwürfe zur Suizidbeihilfe beraten und am 6. November über den neuen Paragrafen 217 StGB entscheiden. Nach Ansicht der CDL bietet der Entwurf der Abgeordneten Sensburg, Dörflinger und Hüppe den besten Schutz am Lebensende.

Die CDL-Vorsitzende Mechthild Löhr (Glashütten/Taunus) erklärte zu der Aktion: „Unsere Sorge ist, dass der gesellschaftliche Druck auf Schwerkranke wächst, niemandem mehr zur Last zu fallen. Wir wollen nicht, dass alte Menschen künftig wählen zwischen teurer Pflege und schnellem Ende und sich gedrängt fühlen, keine Kosten mehr zu verursachen. Auch dass die Hilfe zum Suizid zur Normalität werden könnte, erfüllt uns mit Sorge.“ Die Erfahrungen in den Nachbarländern Belgien und Holland seien alarmierend. Dort werde immer öfter auch ohne ausdrücklichen Wunsch des Patienten Sterbehilfe geleistet. [Weiterlesen]

Weitere Informationen:

PDF CDL-Postkarte zur Bundestagsdebatte zum § 217

PDF Strafbarkeit der Teilnahme an der Selbsttötung
Antrag Patrick Sensburg und Thomas Dörflinger und Hubert Hüppe

CDL-Themenrubrik Sterbehilfe & Suizid