Eine Abtreibung wird in Deutschland immer leichter

Quelle: idea.de

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Bad Blankenburg (idea) – „Die Hürden, in Deutschland ein Kind abzutreiben, sind heute so niedrig wie noch nie, und es wird immer leichter.“

Das beklagt der Gynäkologe Michael Kiworr (Mannheim) auf der Jahrestagung der christlichen Lebensrechtsvereinigung KALEB (Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren/Berlin) im thüringischen Bad Blankenburg.

Zu dieser Entwicklung trügen vorgeburtliche Bluttests wesentlich bei. Deren Hersteller werben damit, bereits ab der zehnten Schwangerschaftswoche Gewissheit darüber zu bekommen, ob ein Kind gesund zur Welt kommt oder eine genetische Erkrankung aufweist. Für die „Nicht Invasiven Pränatal-Tests“ – NIPT genannt – benötigt man nur wenige Tropfen Blut der Mutter, das die Erbinformationen des Fötus enthält. Werden dabei Chromosomenabweichungen festgestellt, führt dies meist zu einer Abtreibung. Beim Down-Syndrom passiert dies in 95 Prozent der Fälle. „Hier erleben wir einen Dammbruch“, so Kiworr: „Über das Internet kann jede werdende Mutter einen solchen Test machen. Es gibt keine Regulierung.

Politik, Medizin und Kirchen hinken dieser rasanten Entwicklung hinterher.“ Aus eigener Erfahrung weiß Kiworr, wie ungenau diese Tests sind. Dennoch entschließen sich viele Schwangere sofort für einen Abbruch, wenn eine „schwerwiegende Krankheit“ festgestellt wurde. Bisher gebe es aber keine verbindliche Definition, was darunter zu verstehen ist. Kiworr ermutigte Christen… [Weiterlesen]