Hüppe: Gentechnisch veränderte menschliche Embryonen sind ein bioethischer Tabubruch

Quelle: CDL

Hubert Hüppe. Foto: huberthueppe.de

Hubert Hüppe. Foto: huberthueppe.de

Anlässlich der britischen Genehmigung für Experimente, bei denen menschliche
Embryonen gentechnisch verändert und anschließend vernichtet werden sollen,
erklärt der stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) Hubert Hüppe, MdB:

„Die Genehmigung der britischen Aufsichtsbehörde HFEA für Experimente, bei
denen menschliche Embryonen gentechnisch verändert werden sollen, bricht das
letzte Tabu, bei dem weltweite Einigkeit herrschte, dass es nämlich nie zu
Keimbahneingriffen kommen dürfe.

Menschliche Embryonen sind Menschen, kein Experimentiermaterial. Es ist gut,
dass die deutsche Rechtslage hier ein eindeutiges Verbot enthält.

Der Vorgang zeigt auch die Zahnlosigkeit des gutgemeinten weltweiten
Moratoriums-Aufrufes, mit dem Wissenschaftler die Anwendung der Methode
„CRISPR/CAS9″ am Menschen im letzten Jahr unterbinden wollten.

Die Auflage der britischen Behörde, dass die genetisch modifizierten
Embryonen nach wenigen Tagen zu vernichten und keinesfalls auf eine Frau zu
übertragen sind, verdeutlicht zum einen, dass es hier um verbrauchende
Embryonenforschung geht. Zum anderen hat eine solche Auflage nur dann einen
Sinn, wenn man davon ausgeht, dass die genetisch modifizierten Embryonen
lebensfähig sind, und man die Geburt genetisch modifizierter Kinder und ihre
spätere Fortpflanzung unterbinden will. Damit entsteht anstelle des
Lebensschutzes für die Forscher eine Pflicht zum Töten, wollen sie sich
rechtstreu verhalten.

Eine Sicherheit, dass es mit genetisch veränderten Embryonen nie eine
Schwangerschaft geben wird, existiert jedoch nicht.“