Wenn Forscher „Gott“ spielen

Quelle: idea.de

Alexandra Maria Linder. Foto: Privat

Alexandra Maria Linder. Foto: Privat

London/Berlin/Finnentrop (idea) – Auf Proteste von Lebensrechtlern und Medizinern in Deutschland stößt die Entscheidung in Großbritannien, Genmanipulationen an menschlichen Embryonen zu erlauben.

Die Stammzellforscherin Kathy Niakan hatte dazu am 1. Februar von der zuständigen Behörde die Erlaubnis erhalten. Die Wissenschaftlerin will herausfinden, welche Gene dafür verantwortlich sind, dass ein Kind gesund oder krank geboren wird. Die genveränderten Embryonen müssen, so die Vorgabe, nach dem siebten Tag vernichtet werden. Sie dürfen also keiner Frau eingepflanzt werden.

Kritiker warnen, dass mit der Zulassung dieser Forschung der Weg zum sogenannten Designerbaby geebnet wird. Die 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für Alle“, Alexandra Maria Linder (Finnentrop/Westfalen), beklagt, dass mit dem Eingriff in die menschliche Keimbahn das letzte Tabu bei Kindern vor der Geburt gebrochen werde – nach der Normalisierung von Abtreibung, Präimplantationsdiagnostik, „verbrauchender Embryonenforschung“ und der Verwertung abgetriebener Kinder. Die britische Zulassungsbehörde habe einen Freibrief ausgestellt, der Kinder als Forschungsmaterial betrachte und [Weiterlesen]