Aktionstag für die Rechte behinderter Menschen

Dresden

Im Kurzvideo „Dear Future Mom“ berichten Kinder mit Downsyndrom über ihr Leben und über die Begabungen, die Gott ihnen geschenkt habe. Screenshot: Youtube/CoorDown

Im Kurzvideo „Dear Future Mom“ berichten Kinder mit Downsyndrom über ihr Leben und über die Begabungen, die Gott ihnen geschenkt habe. Screenshot: Youtube/CoorDown


Aus Anlass des Aktionstages für die Rechte behinderter Menschen äußerte sich Daniel Kästner, kommissarischer Landesvorsitzender der Christdemokraten für das Leben (CDL) am Freitag:

Wir begrüßen das Eintreten für die Rechte behinderter Menschen am heutigen Tag. Sollten wir aber nicht besser von MENSCHEN mit Besonderheiten oder Einschränkungen sprechen, statt von Behinderten?
Macht es einen Unterschied, ob ein Mensch mit Besonderheiten bereits geboren ist oder noch nicht? Ist es akzeptabel, dass während der Schwangerschaft eine regelrechte Jagd auf ungeborene Menschen mit Besonderheiten stattfindet, besonders auf Menschen mit Trisomie 21? Das ist es nicht. Heute ist es diese Besonderheit, morgen jene? Der Bluttest (Praena-Test) macht dies nun so leicht wie eine Blutzuckerbestimmung. Solange ein „positiver“ Befund das potenzielle Todesurteil für den betroffenen ungeborenen Menschen bedeutet, lehnen wir diese Pränataldiagnostik ab. Da wir das Recht der ungeborenen Menschen auf Leben und der Eltern auf Information über den Gesundheitszustand ihres Kindes prinzipiell anerkennen, setzen wir uns vorrangig für die Abschaffung der Tötungsoption ein. Denn deren Vorhandensein ist es, was den Druck auf die Eltern ausübt und zu einer verbreiteten Haltung in der Gesellschaft geführt hat, die angesichts „behinderter“ Kinder fragt „Muß denn heute sowas noch sein?“.

Wir setzen uns ein für eine Kultur des Lebens, in der das Recht auf Leben und die Unterstützung der Familie absoluten Vorrang haben und die Nächstenliebe die Leitwährung ist. Jede Abwägung und Abstufung bedeutet eine schrittweise Einschränkung des Lebensrechts und der Menschenwürde. Kein Leben darf bewertet werden, da dies unweigerlich zur Einteilung in lebenswert und nicht lebenswert führt. Auch das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren muss deswegen hinter dem Lebensrecht des Ungeborenen zurückstehen.

Am Montag, dem 12. Juni 2017, werden wir uns für eine Kultur des Lebens dem Schweigemarsch für das Leben in Annaberg-Buchholz anschließen.