Mehr Informationen über Abtreibung

Dr. Wolfgang Moroder - Kind in der 12. Schwangerschaftswoche

Dr. Wolfgang Moroder
Kind in der 12. Schwangerschaftswoche


Die SPD und andere fordern mehr Informationen zu „Schwangerschaftsabbruch“, wie auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD):
„Das Recht auf Selbstbestimmung von Frauen, nicht nur bei der Heirat, sondern auch bei einer Schwangerschaft, hat für mich eine ganz hohe Priorität“, sagte Giffey. Wenn Frauen in so einer schwierigen Situation seien, bräuchten sie Beratung. „Das Recht auf Information, nicht auf Werbung, ist elementar.“

Nach einem vor drei Tagen erschienenen Spiegel-Interview mit der Bundesvorsitzenden der pro familia, Davina Höblich, in dem diese eine „Entkriminalisierung der Ärzte“ forderte, hat sich gestern Bundesfamilienministerin Giffey (SPD) erneut zum Paragraphen 219a des Strafgesetzbuchs geäußert.

„Frauen, die ungewollt schwanger sind, befinden sich in einer Ausnahmesituation. Es ist eine der schwierigsten Entscheidungen des Lebens, dann zu entscheiden, das Kind zu bekommen oder nicht. In einer solchen Situation brauchen Frauen Information, Beratung und Unterstützung. Und sie brauchen Ärztinnen und Ärzte, die nicht unter dem Generalverdacht stehen, kriminell zu handeln und sich strafbar zu machen.

Dazu erklärt der Landesvorsitzende der CDL Sachsen, Daniel Kästner:

Es fällt sehr auf, daß die Bundesfamilienministerin Giffey (SPD) sich Forderungen der Organisation pro familia zueigen macht. Diese Organisation, die vom Nazi-Eugeniker Hans Harmsen gegründet wurde und „flächendeckend das größte Beratungsnetz in der Bundesrepublik“ betreibt, bietet auf ihrer Internetseite trotz der dies untersagenden Gesetzeslage (SchKG §9 4) selbst „Schwangerschaftsabbrüche“ in vier „Medizinischen Zentren“ an und setzt sich bis heute für ein angebliches Menschenrecht auf Abtreibung ein. pro familia hat folglich ein Interesse an der Freigabe der Abtreibung, zu der die Streichung des Werbeverbots nach Paragraphen 219a nur der erste Schritt wäre.

Die entscheidende Frage, die sich Ministerin Giffey stellen sollte, muß aber lauten:
Warum kommt es 100.000-fach vor, daß Frauen ungewollt schwanger werden?

Die Antwort kann nur lauten: Es muß ein völliges Versagen der staatlichen Sexualpädagogik vorliegen.
Diese ist derzeit inhaltlich maßgeblich von Vorstellungen der pro familia, der Liberalen und der linken Parteien geprägt. Frühzeitiger Beginn der sexuellen Aktivität, Glaube an die hundertprozentige „Verhütung“, Sexualität auch außerhalb der Ehe, all das sind deren „Errungenschaften“, die aber zwangsläufig zu „ungewollten Schwangerschaften“ führen müssen, denn es gibt keine hundertprozentige „Verhütung“ außer der Enthaltsamkeit. Sexualität gehört in die für Kinder offene Ehe.

Den ungeplant schwangeren Frauen und der ganzen Gesellschaft mehr Informationen über die Realität der vorgeburtlichen Kindstötungen zu vermitteln, das fordern auch wir ein. Wir fordern sachliche Information über die Entwicklung des Kindes im Mutterleib, ganz besonders wenn es um die Beratung im Schwangerschaftskonflikt geht. Es ist ein Skandal, wenn Behörden, wie das Gesundheitsamt Hamburg, irreführend von „Schwangerschaftsgewebe“ schreiben:
WAS PASSIERT BEI EINEM ABBRUCH?

Sie unterziehen sich einer kleinen Operation. Dabei werden sie örtlich betäubt oder erhalten eine kurze Vollnarkose. Das Schwangerschaftsgewebe wird mit einem Röhrchen abgesaugt. …“

Derartige Formulierungen lassen gänzlich unerwähnt, daß mit der Verschmelzung von Ei und Samen ein Mensch mit eigenem Grundrecht auf Leben entstanden ist. Die meisten Kinder werden im ersten Drittel der Schwangerschaft per Absaugung abgetrieben. Im Unterschied zu Ihren Müttern, denen das nicht so deutlich gemacht wird, werden die Kinder nicht betäubt, sondern „erleben“ ihre Tötung. Es ist mehr als berechtigt, dies als barbarischer als das Küken-Schreddern zu bezeichnen, wie dies Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) getan hat.

Der US-amerikanische Arzt Dr. Nathanson hat diesen Vorgang als Ultraschall-Video öffentlich gemacht: